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ATLANTA, 5. Juli 2025 – In einem dramatischen Viertelfinale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft verabschiedete sich Thomas Müller auf traurige und kontroverse Weise vom FC Bayern München. Der 35-jährige Klub-Rekordspieler absolvierte sein 756. und letztes Spiel – es endete mit einer 0:2-Niederlage gegen Paris Saint-Germain (PSG). Trotz seiner beeindruckenden Karriere, 34 Trophäen und zahllosen Rekorden, endete seine Zeit bei Bayern nicht mit Applaus, sondern mit Ratlosigkeit und Emotionen.
Unerwartetes Ende: „Koffer packen… statt Halbfinale planen“
Nach dem Spiel zeigte sich Müller sichtlich enttäuscht:
„Wir waren auf das Halbfinale fokussiert… und plötzlich heißt es ‘Koffer packen’. Das muss erstmal sacken.“
Bayern dominierte große Teile der Partie, hatte zwei aberkannte Tore und zahlreiche Chancen. Selbst nach zwei Platzverweisen gegen PSG schafften es die Münchner nicht, das Spiel zu drehen – das Aus war besiegelt.
Vom Spiel überschattet: Musialas Verletzung und ethische Spannungen
Die Partie nahm eine tragische Wendung, als Jamal Musiala mit einer schweren Wadenbeinfraktur vom Platz getragen werden musste. Müller, sichtlich betroffen, fand deutliche Worte, als er nach seiner Zukunft gefragt wurde:
„Es ist geschmacklos, jetzt über meine Zukunft zu sprechen… wir sind keine Maschinen.“
Er kritisierte die Frage eines Reporters nach einer möglichen Vertragsverlängerung scharf und bezeichnete sie als „unangenehm“, da sie die Ernsthaftigkeit von Musialas Verletzung nicht respektiere.
Statistiken eines Fußballgiganten
Kategorie | Wert |
---|---|
Spiele für Bayern | 756 |
Tore für Bayern | ca. 250 |
Assists (Vorlagen) | ca. 283 |
Bundesliga-Titel | 13 |
Champions-League-Titel | 2 |
Gesamte Klub-Trophäen | 34 |
Champions-League-Spiele | 163 (3. Platz aller Zeiten) |
CL-Tore | 56 |
WM-Tore | 10 in 16 Spielen |
Länderspiele / Tore | 131 / 45 |
Müller verlässt den Verein mit unzähligen Bestmarken: Rekordspieler des FC Bayern, meistdekorierter deutscher Fußballer, Toptorjäger in mehreren Wettbewerben. Er ist zudem der einzige deutsche Spieler mit über 10 Toren in sowohl der Champions League als auch der Weltmeisterschaft.
Letzter Heimauftritt: Zwischen Lachen und Tränen
Sein letztes Heimspiel am 10. Mai 2025 gegen Borussia Mönchengladbach war emotional. Müller absolvierte sein 750. Spiel, hob die Meisterschale ein letztes Mal – und lieferte eine legendäre Abschiedsrede mit einem humorvollen „Beerdigungs-Witz“:
„Ich war gerne ein moderner Gladiator… Ich bin nicht traurig. Ich freue mich auf das, was kommt – auch wenn es niemals so gut sein wird wie hier.“
Er würdigte die Fans im Stadion:
„75.000 Herzen haben mich 750 Spiele lang getragen – das war nie selbstverständlich.“
Vertragsstreit: „Undankbarer Abgang“ löst Fan-Wut aus
Seit April 2025 war klar: Der FC Bayern verlängert den auslaufenden Vertrag nicht. Trotz Fanprotesten und prominenter Stimmen – darunter Lothar Matthäus – blieb der Verein bei seiner Entscheidung. Besonders nach Musialas Verletzung forderten viele eine kurzfristige Vertragsverlängerung bis zum Winter.
Die Fans sprachen von einem „undankbaren, unwürdigen Abgang“ – und forderten Aktionen der Bayern-Ultras. Online-Kommentare reichten von „Lasst ihn nicht so gehen!“ bis „Er gehört in den Trainerstab – niemals in ein anderes Trikot!“
Nächste Station: MLS?
Gerüchte um einen Wechsel in die USA mehren sich. Vereine wie LAFC, San Diego FC oder FC Cincinnati sollen interessiert sein. Müller selbst äußerte sich bisher nicht konkret. Für viele Beobachter bleibt offen, ob er noch eine Saison dranhängt oder sich komplett zurückzieht.
Fazit: Müller geht – größer als Zahlen
Mit dem Abpfiff in Atlanta endete eine Ära – nicht in Jubel, sondern in Schmerz und Nachdenklichkeit. Thomas Müller war nie der klassische Star, doch sein Humor, seine Präsenz und seine Loyalität machten ihn zu einem Unikat im Weltfußball. Er verlässt München nicht nur mit Titeln – sondern mit Herzen.